Frankreichs Pläne für die Energiewende bestimmen die deutschen Medien

Berichte über die geplante Schließung von französischen Atomkraftwerken und über die Proteste der Franzosen gegen die Einführung einer neuen Ökosteuer stießen bei der deutschen Netzgemeinde im November auf das größte Interesse.

Der französische Präsident Emmanuel Macron verordnet dem „Atomland“ Frankreich eine Energiewende. – So nachzulesen in dem am häufigsten geteilten und kommentierten Artikel des Monats November auf Zeit Online. Der Präsident hätte ankündigt, bis zum Jahr 2035 fast jeden vierten Atomreaktor abzuschalten. Betroffen seien 14 von derzeit 58 Reaktoren. Der Anteil der Atomkraftwerke an der Stromproduktion soll von derzeit mehr als 70 Prozent auf rund 50 Prozent sinken. Das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim soll im Sommer 2020 endgültig abgeschaltet werden. Es gelte als eine der unsichersten Nuklearanlagen in Europa.

In Deutschland geht laut Zeit Online der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran. Erstmals läge die Kapazität von Solar-, Wind- und weiteren Ökostromanlagen vor der von konventionellen Kraftwerken. Die Erneuerbaren hatten demnach im vergangenen Jahr eine Kapazität von 112,5 Gigawatt und damit mehr als Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke und andere Anlagen, die auf 105,1 Gigawatt kamen. Allerdings lägen bei der Stromproduktion immer noch die konventionellen Anlagen vorne. Von den insgesamt 601,4 Terawattstunden kam im vergangenen Jahr nur etwa ein Drittel von erneuerbaren Energieträgern, da die Wind- und Solaranlagen vom Wetter abhängig seien und selten die volle Leistung abrufen würden.

Daniel Wetzel ist überzeugt, dass die Deutschen bereit sind, für die Energiewende Opfer zu bringen. Er beruft sich auf eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa. Während früher im Klimaschutz der schwarze Peter allein den Energiekonzernen zugeschoben wurde, zeige sich heute ein Bewusstseinswandel hin zu einer breiteren, auch eigenen Verantwortlichkeit. Viele Deutsche hätten angegeben, im Alltag bereits auf klimaschonendere Verhaltensweisen umgestiegen zu sein, so Wetzel auf welt.de.

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Katharina Schröder

Veröffentlicht von

Business Development Manager