Globale Energiewende im Fokus

Diskurs Themen-Monitor Energiewende für Juni 2015

Mit dem kostenlosen monatlichen Diskurs Themen-Monitor Energiewende informiert Diskurs Communication über die viralsten Beiträge zur Energiewende in den reichweitenstärksten relevanten Online-Medien. Das Research-Team von Diskurs Communication misst mit Hilfe des Diskurs Media Monitoring, wie oft Webseiten verlinkt oder kommentiert wurden und bestimmt so, wie relevant die Beiträge waren.

In Elmau hatten die G7-Staaten überraschend erklärt, bis zum Ende des Jahrhunderts die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft erreichen zu wollen. Die viralsten Beiträge zum Thema Energiewende im Juni beschäftigten sich daher mit Sinn und Machbarkeit der globalen Klimaschutzziele. Dabei macht sich in den zwei meistbeachteten Meldungen vorsichtiger Optimismus breit. Beide sind auf Spiegel Online erschienen.

Laut einer Prognose der internationalen Energieagentur ist der globale Umstieg zu erneuerbaren Energien unter bestimmten Bedingungen zu schaffen. Nach der Berechnung könnte schon im Jahr 2030 der Großteil des weltweit erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Voraussetzung dafür sei, fossile Energieträger nicht weiter zu subventionieren und den Gipfel des globalen Treibhausgasausstoßes im Jahr 2020 zu erreichen. Die Meldung des Spiegel wurde alleine 620-mal kommentiert und steht auf dem ersten Platz des monatlichen Viralitäts-Indexes.

Zwei Wochen später warf Stefan Schultz in dem Artikel „Weltweiter Wandel der Stromerzeugung: Das Ökostromzeitalter bricht an“ einen Blick auf globale Trends und Projekte. Während die deutsche Energiewende vielen als vorbildhaft gilt, kommen auch in anderen Ländern die Bemühungen für eine grünere Energieerzeugung merklich voran. So sind alleine in der chinesischen Stadt Dezhou mehr solarthermische Anlagen installiert als in der gesamten EU. Global gesehen haben die erneuerbaren Energien im Jahr 20313 konventionelle Kraftwerke beim Neubau erstmals überholt. So viele gute Nachrichten reichen für den zweiten Platz in puncto Viralität.

In weiteren Beiträgen wird auf den Beschluss des Elmauer G7-Gipfels und auf Merkels Rolle als „Klimakanzlerin“ eingegangen. Die Erreichbarkeit der Klimaschutzziele werden dabei auf Spiegel Online („Warum das Zwei-Grad-Ziel Humbug ist“) und auf Zeit Online („Merkels gewagtes Versprechen“) kontrovers diskutiert. Weiterhin berichtet Spiegel Online über ein neues Förderprogramm der Bundesregierung, das den Markt für Elektroautos ankurbeln soll. Beim Thema Elektromobilität ist der Supermarkkette Aldi Süd unterdessen ein wahrer PR-Coup gelungen. So schafft es die Ankündigung, man werde Kunden an fortan 50 Ladesäulen das kostenlose Auftanken ihrer Elektroautos zu ermöglichen, um damit „einen Beitrag zur Energiewende zu leisten“ auf Platz 7 der viralsten Beiträge.

Zur Methodik

Der Viralitäts-Score

Der Algorithmus ermöglicht es, in einer großen Menge unstrukturierter Daten, zusammengehörige Nachrichten zu identifizieren und zu visualisieren. Dabei werden Querverweise, also Verlinkungen, zwischen Nachrichten gemessen, visualisiert und als Viralitäts-Score in unserem Media Monitoring Tool dargestellt.

Der Wert hilft bei großen Treffermengen zu qualifizieren, welche thematisch relevanten Äußerungen den höchsten Einfluss haben. Je interessanter eine Nachricht ist, desto mehr wird sie geteilt und verlinkt. Sie bekommt dadurch eine hohe Viralität und ist wiederum relevant für eine Auswertung.

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